Woraus besteht eine Klettersteigausrüstung?

 Klettersteigen bedeutet, eine gesicherte Route entlangzugehen oder zu klettern. Die italienische Bezeichnung „Via Ferrata“ bedeutet wörtlich „Eisenweg“. Auf einem Klettersteig trägt man einen Klettergurt und ist mit einem langen Seil verbunden. Dieses Seil wird während der gesamten Route mit zwei Sicherungen (Karabinern) an den Eisenstiften befestigt.

Zur Klettersteigausrüstung gehört mindestens:
Für einen Klettersteig benötigt man eine Grundausrüstung, um sicher unterwegs zu sein. Neben Bergschuhen mit gutem Profil besteht die Grundausrüstung aus einem Klettergurt, einem sogenannten Klettersteigset (oder Falldämpfer) und einem Helm. Außerdem empfiehlt es sich, spezielle fingerlose Kletterhandschuhe zu tragen. Je nach Gelände können weitere Ausrüstungsgegenstände erforderlich sein (z. B. Eispickel und Steigeisen auf Schneefeldern, Stirnlampen in Tunneln usw.).
Wie bei jeder Bergtour ist es kein unnötiger Luxus, eine Rettungsdecke, ein Erste-Hilfe-Set und eine Pfeife mitzunehmen. Natürlich sollte man auch genügend Wasser und Snacks dabeihaben.

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Klettergurt
An den Passagen, an denen Stahlseile an der Felswand montiert sind, muss man sich sichern. Um sich an den Stahlseilen zu befestigen, benötigt man zunächst einen Klettergurt. Wird der Gurt sowohl bei Indoor- als auch bei Outdoor-Aktivitäten verwendet oder wird zu verschiedenen Jahreszeiten bei Hitze und Kälte geklettert, sind verstellbare Beinschlaufen ideal. So lässt sich die Weite der Beinschlaufen an die Dicke der Kleidung anpassen. Wird der Gurt nur für Klettersteige verwendet, kann ein leichtes Basismodell ausreichen.

Wer mit einem großen bzw. schweren Rucksack unterwegs ist, kann sich auch für eine Kombination aus Sitzgurt und separatem Brustgurt entscheiden, um den Anseilpunkt höher zu legen. Stürzt man nur mit einem Sitzgurt und einem schweren Rucksack, besteht die Gefahr, kopfüber hängen zu bleiben.

Klettersteigset (Falldämpfer)
Die Verbindung zwischen Klettergurt und Stahlseil erfolgt mit einem speziellen Klettersteigset, das einen Falldämpfer enthält. Diese Sets gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die traditionellen V-förmigen Klettersteigsets werden nicht mehr verwendet. Heutzutage sind fast alle Sets Y-förmig und bestehen aus einem vielfach vernähten Band. Bei einem Sturz reißen die Nähte nach und nach auf und bremsen so den Fall.

Helm
Klettersteige verlaufen oft entlang steiler Felswände oder sogar unter Überhängen. Hier besteht Steinschlaggefahr, deshalb ist ein guter Kletterhelm unverzichtbar. Ein Helm schützt auch bei einem unkontrollierten Sturz. Beim Kauf eines Helms sollte man besonders auf eine gute Passform achten … die leichtesten Helme sind nicht unbedingt die langlebigsten.

Klettersteighandschuhe
Handschuhe schützen die Hände beim Festhalten am Stahlseil, das manchmal scharfkantige Drahtenden hat. Mit Handschuhen hat man außerdem besseren Halt am Stahlseil. Bei den meisten Kletterhandschuhen bleiben die Fingerspitzen frei, sodass man sich besser bewegen kann.

Karabiner
Auf einem Klettersteig werden spezielle Karabiner verwendet. Diese Karabiner haben eine besonders große Öffnung, damit sie auch über die dicksten Seile passen, sowie einen angepassten Verschlussmechanismus, der ein einfaches Aus- und Einhängen ermöglicht.
Klettersteigkarabiner sind meist aus Stahl statt aus anderen, im Bergsport üblichen Legierungen gefertigt, da Stahl abriebfester ist, wenn er an den eisernen Sicherungsseilen entlangscheuert.

Gute Bergschuhe.
Schuhe mit gutem Profil werden empfohlen.

Eine Rastschlinge / Bandschlinge mit HMS-Karabiner zur zusätzlichen Sicherung an Rastpunkten ist ebenfalls beim Ausruhen hilfreich.

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